Ein Blick auf Ausstellungen und Sammlungen in Kulturinstitutionen – in Berlin und bundesweit –
zeigt, Künstlerinnen* sind unterrepräsentiert. Ihre Stimmen, Perspektiven und Werke fehlen.
Wir möchten den Impuls für einen Wandel der bestehenden Verhältnisse geben und Fortschritte sichtbar machen. Gemeinsam mit Museen, Galerien und Ausstellungsorten wollen wir Transparenz schaffen und
das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit im Kunstbetrieb stärken.
Ausstellungshäuser und Museen wollen mehr Künstlerinnen zeigen – doch wie gelingt das? Welche Rolle spielen Allianzen und Partnerschaften? Und warum ist Kulturpolitik dabei unverzichtbar?
In unserem neuen Podcast Make it happen! Kunst braucht Gleichstellung* sprechen Kurator*innen und Direktor*innen über Ankäufe trotz knapper Budgets, neue kuratorische Ansätze, internationale Kooperationen, Kulturjournalismus und die Frage, wie sich kunsthistorische Narrative nachhaltig verändern lassen.
Der Podcast versammelt Impulse und wichtige Stimmen aus Frankfurt, Düsseldorf, NRW, Berlin, Leipzig und Paris.
Jetzt reinhören – hier oder überall, wo es Podcasts gibt!
Host: Anna Panknin / Autorin: Tina Hammesfahr / Produktion: Hanna Steger stegermeister® / Redaktion: Annamaria Kardos, Rachel Kohn, Alice Münch
Mit dem Symposium Make it happen! Kunst braucht Gleichstellung* brachten wir am 21.11.2025 im Haus Bastian, dem Zentrum für Kulturelle Bildung der Staatlichen Museen zu Berlin, zahlreiche Akteur*innen aus Kunst, Kultur und Kulturpolitik zusammen. Unter der Leitfrage „Wie gelingt Gleichstellung im Kunstbetrieb – aktiv, strukturell, zukunftsgerichtet?“ tauschten sich die Panelist*innen und das Publikum intensiv aus. Die positive Resonanz und die angeregten Diskussionen bestätigen die Relevanz des Themas und den dringenden Handlungsbedarf zur Stärkung der Sichtbarkeit von Künstlerinnen* bis hin zur Parität.
Keynotes, Podiumsbeiträge und Gesprächsrunden präsentierten Good Practices aus Frankfurt, NRW, Berlin, Leipzig und Paris sowie Erfahrungsberichte u.a. aus Norwegen. Vorgestellt wurden kuratorische Strategien und aktuelle Maßnahmen, die die Präsenz von Künstlerinnen* in Institutionen stärken.
Melanie Kühnemann-Grunow Abgeordnetenhaus (SPD) Berlin
Dr. Ingrid Pfeiffer, Kuratorin, Schirn Kunsthalle Frankfurt
Axel Wieder, Direktor,
Berlin Biennale
Charlotte Knaup, Kuratorin, Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart
Matylda Taszycka, Head of Research Programmes,
AWARE, Paris
Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf
Franziska Zolyom, Direktorin, Galerie für Zeigenössische Kunst, Leipzig
Saskia Trebing, Online-Redakteurin, Monopol Magazin
Ines Doleschal
Vorstand fair share!
Rachel Kohn
Vorstand fair share!
Marta Smolinska
Kuratorin, Moderatorin
Nun heißt es, die neuen Impulse aufzugreifen: Das fair share! Team arbeitet auf dieser Grundlage weiter mit dem Ziel, weitere Akteur*innen einzubinden und die Ergebnisse des Symposiums einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Make it happen!
Fotos: laylay_images.documentation
Auf dem Weg zur gleichberechtigten Sichtbarkeit für Künstlerinnen* braucht es:
Visions-Initiativen
Selbstverpflichtung
Etatverpflichtungen
Caring Culture
Einzelausstellungen
Gruppenausstellungen
Sammlungsumbau
Ankäufe
Kooperationen
Verankerung in Jahresberichten
Jubiläumspräsentationen
Symposien und Podien
Förderungen von Künstlerinnen*
Publikationen
Programme für Freundeskreise
Kurator*innen Specials
Einträge in WikiWomen
Angebote im Museumsshop
Videobeiträge
Podcasts
Audioguides
Presseartikel
Blogbeiträge
Künstlerinnen*tage
Vermittlungsangebote
für Kinder & Jugendliche
Expert*innengespräche
Fokussierte Führungen
Depotbesuche
Kataloge
Akademieprogramme
Postkarten
Online-Suchoptionen
Website-Highlights
Social-Media-Kampagnen
Wie sichtbar sind Künstlerinnen* in Programmen, Sammlungen und Ausstellungen?
2025 haben wir eine Online-Umfrage an Kunstinstitutionen in Berlin gesendet und konnten aus den Antworten einige wichtige Erkenntnisse ziehen. Das Stimmungsbild ergab, dass die Frage der Genderparität zwar im Diskurs angekommen ist, jedoch noch nicht in den Strukturen. Viele Häuser setzen auf feministische, diversitäts- und vermittlungsorientierte Formate zur Sichtbarmachung von Künstlerinnen*, doch bleiben diese Ansätze häufig projektbasiert. Es fehlen verbindliche Leitlinien, systematische Datenerhebung und Zielsetzungen.
Für echte Gleichstellung braucht es transparente Daten, strukturelle Förderung und auch den politischen Willen, Genderparität als grundlegende Aufgabe kultureller Institutionen zu verankern.
Um die Anpassung an zeitgemäße und zukunftsweisende Standards der Geschlechterparität in Kunstinstitutionen zu verstärken, initiierte fair share! ein mehrstufiges, partizipatives Format.
Ziel ist es, Akteur*innen und Repräsentant*innen des öffentlichen und privaten Museums- und Ausstellungsbetriebs sowie Galerien, die sich für gendergerechte Strukturen und Projekte einsetzen, mit einem Zertifikat zu würdigen.
Gemeinsam mit allen Beteiligten wollen wir Impulse setzen, Empowerment fördern, Teilhabe stärken und Maßstäbe für Gendergerechtigkeit in der Kulturlandschaft setzen.
Am 7. und 8.11.2024 tauschten wir uns im Future Lab 1.0 intensiv mit Expert*innen aus Berufsverbänden, Initiativen, Ausstellungshäusern und Galerien zu Best Practices, Kriterien, Konzepte, Design und Perspektiven von Auszeichnungstools für einen gendergerechten und paritätischen Kunstbetrieb aus.
Herzlichen Dank an: Marcia Breuer, Mehr Mütter für die Kunst., Hamburg / Gabi Blum, K+K Bündnis Kunst und Kind, München / Yolanda Kaddu-Mulindwa, Leitung Kommunale Galerien Neukölln, Berlin / Annebarbe Kau, EWVA, Köln / Lucia Kaufmann, Galerie Hyle, Hamburg / Patricia Lincke, GEDOK München e.V. / Annette Maechtel, ngbk, Berlin / Agnes Rossa, intakt, Motherhood Art Network, Wien u. Frankfurt a.M. / Katharina Schilling, Kuratorin, Berlin / Doris Weinberger, BBK Bundesverband, Ute Weiss Leder, bbk berlin / Florian Wüst, Haben und Brauchen / Berliner Hefte sowie Alice Münch, Rachel Kohn und Annamaria Kardos von von fair share! sowie Moderator Moritz von Rappard.
In die Entwicklung einer Auszeichnung gendergerechterer Kunstbetriebe beziehen wir viele Beteiligte ein.
