Kennen Sie Sabine Lepsius, Anna Dorothea Therbusch, Jacoba van Heemskerck und Mona Hatoum?
In Berliner Museen sind bedeutende Künstlerinnen* aus allen Epochen der Kunstgeschichte zu finden. Es ist an der Zeit, ihre Werke im Schulunterricht vorzustellen.
Mit unserem Projekt fair share! macht Schule unterstützen wir Lehrkräfte der Grund- und Sekundarschulen dabei, diese Künstlerinnen* kennenzulernen und in den (Kunst-)Unterricht zu integrieren. Mit Informationsmaterialien und Fortbildungen u.a. an Berliner Museen zeigen wir Ihnen, welche Schätze die hiesige Museumslandschaft bietet, und wie Sie diese gemeinsam mit Ihren Schüler*innen entdecken können.
Die Lehrer*innenfortbildung "Frauen in die Kunst! Künstlerinnen in der Alten Nationalgalerie" mit Ines Doleschal (fair share!) wird voraussichtlich wieder im November 2026 angeboten.
In dieser 90-minütigen Fortbildung für Lehrer*innen der Grund- und Sekundarschulen werden Künstlerinnen* der Alten Nationalgalerie vorgestellt: die Rokoko-Malerin Anna Dorothea Therbusch, die Impressionistinnen Dora Hitz und Maria Slavona sowie Paula Modersohn-Becker. Veranschaulicht wird auch, warum ihr Kampf um Sichtbarkeit bis heute währt. Führungen und Workshops zum Thema werden ab der 4. Klasse empfohlen.
Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
Die Alte Nationalgalerie zeigt eine der weltweit bemerkenswertesten Sammlungen für Malerei und Skulptur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Unter den ca. 500 Exponaten on show sind u.a. auch
Werke der Künstlerinnen* Anna Dorothea Therbusch, Camille Claudel, Paula Modersohn-Becker, Sabine Lepsius, Maria Slavona, Dora Hitz.
Das Angebot “Frauen in die Kunst! Künstlerinnen in der Alten Nationalgalerie” für alle Klassenstufen kann ab sofort gebucht werden. Entsprechend der Altersstufe der Schüler*innen werden die Werke der Künstlerinnen* des Hauses erzählerisch-anekdotisch vermittelt oder (ab Sekundarstufe I) in einen spannenden feministischen Diskurs gestellt. Führung planen
Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Im Obergeschoss zeigt die Berlinische Galerie in einer Dauerausstellung Kunst aus Berlin aus der Kaiserzeit bis heute, darunter viele Künstlerinnen*. Dem herausragenden Werk von Hannah Höch ist ein eigener Raum gewidmet; weitere Künstlerinnen* sind unter anderen die Malerinnen Lotte Laserstein, Anneliese Ratkowski, Jacoba van Heemskerck, Cornelia Schleime, Gülden Artun.
Die Berlinische Galerie beherbergt seit 2022 auch den dokumentarischen Nachlass des Verborgenen Museums, das seit der Gründung im Jahr 1986 mehr als 150 Künstlerinnen erforscht und die Relevanz ihres Kunstschaffens sichtbar gemacht hat. Die sehenswerte Ausstellung der Bildhauerin und Zeichnerin Brigitte Meier-Denninghof läuft noch bis zum 3. August 2026. Die Berlinische Galerie bietet eine Überblicksführung zur Künstlerin an. Führung planen
Weiteres Angebot: ein Projekttag zur Installation “Hero” der Künstlerin Monira Al Qadiri ab der 4. Klasse (Ausstellung bis 17. August 2026) Zum Projekttag
Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart, Staatliche Museen zu Berlin
Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zeigt umfangreiche Sammlungen zeitgenössischer Kunst, darunter auch private Bestände. Die aktuelle Schausammlung präsentiert Werke von Künstlerinnen* und Künstler paritätisch. Unter den Künstlerinnen* sind u. a. Tina Bara, Sibylle Bergemann, Sophie Calle, Mona Hatoum, Rebecca Horn, Barbara Klemm, Alicja Kwade, Klara Lidén, Julie Mehretu, Rachel Whiteread und Ruth Wolf-Rehfeldt.
Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart bietet für alle Altersstufen und Schulformen Workshops, Ausstellungsgespräche und Projekttage an. Auf Wunsch wird das Programm individuell
abgestimmt. Lehrpersonen können sich Infos zu Veranstaltungen abonnieren.
Fragen Sie explizit nach Führungsangeboten zu Künstlerinnen*. Führung planen
Käthe Kollwitz Museum Berlin
Ihr kontinuierliches soziales und politisches Engagement machte Käthe Kollwitz zu einer der bedeutendsten Kämpferinnen für Gerechtigkeit, ihr außerordentliches zeichnerisches und plastisches Talent zu einer der größten Künstlerinnen weltweit. Das Berliner Käthe-Kollwitz-Museum (es gibt auch eines in Köln) gründete Künstler und Galerist Hans Pels-Leusden. Heute beherbergt das Museum im Theaterbau des Charlottenburger Schlosses eine der umfangreichsten Sammlung von Grafiken und Skulpturen der Künstlerin.
Museum Reinickendorf
Im November 2019 wurde als neuer Teil der ständigen Ausstellung des Museums Reinickendorf der Hannah Höch Raum eingerichtet, in dem Werke von Hannah Höch sowie Objekte und Zeugnisse aus ihrem Nachlass Einblicke in ihre Lebenswelt geben. Damit wird der bedeutenden Dadaistin eine dauerhafte Präsenz geschaffen. Sie überlebte in Reinickendorf die schweren Jahre von Krieg und Nazidiktatur. Ihr gelang dort ab 1945 ein kraftvoller Neuanfang, mit dem sie zur Wegbereiterin einer jungen Künstler*innengeneration wurde.
Fragen Sie explizit nach Führungsangeboten zu der Künstlerin. Führung planen
Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin
In der Sammlungspräsentation der Neuen Nationalgalerie “Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft 1945 -2000” sind Werke von 43 Künstlerinnen* zu sehen, darunter Maria Lassnig, Pipilotti Rist, Cindy Sherman, Sarah Lucas, Kiki Kogelnik, Cornelia Schleime, Agnes Denes etc. Teilweise gehören diese der Nationalgalerie, andere sind Leihgaben.
Im Obergeschoss des ikonischen Mies-van-der-Rohe-Baus wurden in den letzten Jahren immer wieder Einzelausstellungen von Künstlerinnen* wie Isa Genzken, Monica Bonvicini und Lygia Clark präsentiert.
Fragen Sie gezielt nach dem Führungsformat “Künstlerinnen im Fokus”. Führung planen
Fotos - Header: fair share! / Slider: Jörg P. Anders (Lepsius und Slavona); Reinhard Saczewski (Hitz) WikiCommons (Van Heemskerck / Abbildungen von Museen: fair share! sowie Museum Reinickendorf, ©Joe Clark
