Mit dem Projekt "mind the *gap! Neue Sichtbarkeit für Künstlerinnen" werden seit 2024 in Kooperation mit Kulturinstitutionen bisher unterrepräsentierte Künstlerinnen* der Moderne mit Präsentationen ihrer Werke der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Projektidee entstand während der fair share! Aktion am Weltfrauentag 8.3.2022 vor der Neuen Nationalgalerie. Die Performance setzte 110 Künstlerinnen* in den Fokus, die im Zeitraum von 1900 bis 1945 schöpferisch tätig waren und in der Schausammlung der Neuen Nationalgalerie vertreten sein sollten. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit den Künstlerinnen-Biografien entwickelte sich das Vorhaben, das gesammelte Wissen im Rahmen einer fair share! Veranstaltungsreihe an verschiedenen Ausstellungshäusern weiter bekannt zu machen. Dazu verfassen Botschafterinnen* Kurzmonografien, die einem interessierten Publikum präsentiert und in einer stetig wachsenden Publikationsreihe zusammengetragen werden.
Der mind the *gap! Künstlerinnentag am 25. Januar 2026 war ein Erfolg: Die Kurzführungen stießen auf große Resonanz. Vielen waren die vorgestellten Künstlerinnen kaum bekannt. Umso größer war das Interesse an ihren Werken, Biografien und den fair share! Publikationen. Besucher*innen hatten die Gelegenheit, die Sammlung mit ihren Künstlerinnen neu zu entdecken und mehr über ihren Kampf um Sichtbarkeit zu erfahren. In den Kurzführungen wurden vier Malerinnen und zwei Bildhauerinnen vorgestellt: Elisabet Ney, Sabine Lepsius, Maria Slavona, Katharina Felder, Caroline Bardua und Dora Hitz. Begleitend erschienen sechs neue Publikationen (Grafik: Miriam Neubauer), verfasst von Katjana Berndt, Ines Doleschal, Henrike Heller, Dr. Felicia Meynersen, Susanne Schirdewahn und Dr. Rahel Schrohe.
Der mind the gap! Künstlerinnentag rückte herausragende Künstlerinnen der Sammlung in den Fokus - eine Kooperation von fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen e.V. und der Alten Nationalgalerie.
Im Rahmen der art4All Veranstaltungsreihe der Neuen Nationalgalerie in Berlin waren wir am 7.11.2024 mit dem Projekt mind the *gap! zu Gast.
An Infotischen im Foyer konnten Besucher*innen Leben und Werk von Charlotte Berend-Corinth, Paula Lauenstein, Charlotte E. Pauly, Emy Roeder, Louise Stomps und Augusta von Zitzewitz
kennenlernen.
Die fair share! Botschafterinnen Susanne Haun, Miriam Neubauer, Anna Bittner, Ines Doleschal, Cornelia Renz und Beatrice Miersch stellten diese herausragende Künstlerinnen der klassischen Moderne vor, deren Werke im Besitz der Staatlichen Museen zu Berlin sind, jedoch nicht in der Schausammlung gezeigt werden.
Ein besonderes Highlight: die Kurzführungen der Botschafterinnen ins Depot der Neuen Nationalgalerie waren ausgebucht. Unsere Publikationen (Grafik: Miriam Neubauer) zu den Künstlerinnen wurden mit großem Interesse aufgenommen. Jetzt ist es an der Zeit, dass diese Künstlerinnen einen Platz in der nächsten Sammlungspräsentation erhalten - we count on you!
Den Auftakt bildete im Januar 2024 das Bröhan-Museum in Berlin. fair share! Drei Avantgarde-Künstlerinnen* wurden dem Publikum im Rahmen einer Sonderveranstaltung vorgestellt: die Keramikerin Margarete Heymann-Loebenstein Marks, die Bildhauerin Tina Haim-Wentscher und die Fotografin Suse Byk.
Die fair share! Botschafterinnen Susanne Haun, Miriam Neubauer und Anna Bittner recherchierten zu Leben und Werk dieser besonderen Künstlerinnen. Zur Veranstaltung entstand eine Filmdokumentation von Anna-Maria Weber, AugenZeugeKunst.
Abbildungen 7.11.2024: Neue Nationalgalerie, Paula Lauenstein, Rothaariges Mädchen, 1923, Öl auf Leinwand, 60 x 50,5 cm Albertinum | GNM, Inv.-Nr. 2016/09 © Foto: Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Elke Estel / Hans-Peter Klut © Nachlass Paula Lauenstein / Charlotte Berend-Corinth: Selbstbildnis mit Modell, 1931, Öl auf Leinwand, 90 x 70,5 cm, ©Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Neue Nationalgalerie, Berlin, Foto: André van Linn / Charlotte E. Pauly: Roma-Mädchen mit Ziegen, 1929 ©Nachlass Pauly 2024 ©Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Neue Nationalgalerie, Berlin, Foto: Andres Kilger / Augusta von Zitzewitz „Bildnis der Tochter“, 1927, Öl auf Leinwand, 77 x 62 cm,© Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Neue Nationalgalerie, Berlin, Foto: Andres Kilger; Fotos: Annekatrin Pischelt, Michael Fanke, Anja Nolte, Susanne Haun (7.11.2024), Michael Fanke, Annekatrin Pischelt (21.1.2024), 25.01.2026 Sabine Lepsius: Selbstbildnis, 1885, Foto_Jörg P. Ander; Bauernkinder, um 1845, Foto_Andres Kilger ©Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Fotos: laylay_images.documentation
